29 Aug

An einer Herzkrankheit stirbt heute jeder vierte Bürger in Deutschland

Und das soll Ihnen und mir natürlich nicht passieren! Doch was tun wir, dass es nicht so kommt? Ja, wir treiben Sport, ernähren uns gesund, versuchen Stress und Aufregungen zu vermeiden. Wir achten darauf, dass der Blutdruck im Normalbereich bleibt und wir nicht den Grenzbereich für Übergewicht erreichen. Wir rauchen nicht und trinken natürlich auch nicht übermäßig viel. Wenn das schon alles wäre, hätten wir gute Chancen einer Herzkrankheit nicht zu erliegen. Doch da spielen noch andere Faktoren mit: Bei der oft auftretenden koronaren Herzkrankheit – auch als Volkskrankheit bekannt – sind Durchblutungsstörungen am Herzen der Auslöser. Hier spielt z.B. Vererbung eine große Rolle. Bei dieser Krankheit ist die Folge der oft tödliche Herzinfarkt.
Auch angeborene Herzfehler – wie z. B. eine Dysfunktion des Herzens oder aber auch in den Blutbahnen bedeutet bereits für Kinder und Jugendliche eine fortlaufende Behandlung – und das fast ein Leben lang.

Das etwa 300 Gramm wiegende menschliche Herz vollbringt Tag für Tag ganz erstaunliche Höchstleistungen

Diese Belastungen und die immer öfter angeführten Hauptursachen der üblichen „Zivilisationsfaktoren“ wie Stress, Übergewicht und ungesunde Lebensweise lassen die vielfältigen Erkrankungen unseres in der Poesie so liebevoll bedachten Körperorgans immer mehr in Gefahr geraten. Außer der sehr häufigen koronaren Herzkrankheit, können ebenso die Angina Pectoris, eine Herzklappenschwäche, Herzmuskelentzündungen oder auch Herzrhythmusstörungen heute nach Früherkennung sehr gut behandelt werden. Sollten typische Merkmale bei einem Patienten auftreten wie beispielsweise bei einem Verdacht auf Herzinfarkt mit Schmerzen in der Brust, Schmerzen in beiden Armen oder zwischen den Schulterblättern, Problemen mit Hals oder Unterkiefer sowie Schmerzen im oberen Bauchbereich können das Signale für eine solche Krankheit sein. Angstgefühle, Atemnot und starker Druck auf der Brust sind ebenfalls alarmierende Anzeichen! Hier zählen Sekunden! Schnellste Hilfe ist erforderlich und nur so kann schlimmeres verhindert werden.

Ist das Herz einmal erkrankt – wie kann ihm geholfen werden?

Bei den koronaren Herzkrankheiten sind zunächst eine Ernährungsumstellung, eine spürbare Gewichtsreduzierung, passende Medikamente die einfachsten Anwendungen. Eventuell müssen aber auch einer oder mehrere Bypässe gelegt werden, chirurgische Gefäßerweiterung (Stent) oder eine Gefäßstütze werden auch oftmals eingesetzt, um den gestörten Blutfluss wieder normal durchlaufen zu lassen und die Krankheit am Herzen wieder einzudämmen. Bei Herzrhythmusstörungen können zum Beispiel Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, Mineralstoffmangel oder hormonelle Störungen der Schilddrüse in Frage kommen. Hier sind medikamentöse Behandlungen sehr erfolgreich. Aber auch alternative Heilmethoden auf natürlicher Basis sind inzwischen sehr gefragt. Bei Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) kann ebenso oft mit einer guten Medikation geholfen werden. Eine dilatative Kardiomyopathie schwächt jedoch den Herzmuskel so sehr, dass er sich unnormal aufbläht, um seine nicht mehr zu erbringende Leistung zu kompensieren. Um dem Patienten bei seinem schlechten Zustand zu helfen, lässt sich eine zeitnahe Herztransplantation häufig nicht umgehen. Bei der häufiger im Alter auftretenden Herzschwäche (Herzinsuffizienz) verliert das Herz langsam seine Kraft und befördert nicht mehr genug notwendiges Blut in den Kreislauf. Ein Elektrokardiogramm = EKG kann eine beginnende Herzschwäche erkennen. Medikamente zur Stärkung des Herzens und solche mit entwässernder Wirkung werden bei dieser Krankheit eingesetzt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.