29 Aug

Pilzerkrankungen der Haut

Pilze können gefährlich sein – auch auf der Haut Pilze verursachen Infektionskrankheiten. Diese fasst man in der Medizin unter dem Sammelbegriff Mykosen zusammen. Dermatomykose kann zum Beispiel bei Tieren aber auch beim Menschen auftreten! Für die Entstehung dieser Pilzkrankheit ist entscheidend, wie das Gleichgewicht im Vergleich der Aggressivität dieses Pilzes und dem Immunsystem von Mensch oder Tier – also des befallenen Wirtes, ist. Der Fußpilz z.B. ist eine Pilzinfektion der Fadenpilze, die gerne die Füße angreifen. Zunehmend gefährlich sind die immer öfter auftauchenden Pilzkrankheiten am Auge. Besonders Träger von Kontaktlinsen sind gefährdet, da
evtl. schlechte Hygiene beim Einsetzen der Kontaktlinsen für Pilzkrankheiten am Auge der Hauptauslöser sein soll. Außer den genannten Pilzkrankheiten gibt es noch Kopfpilz, Handpilz, die Pilzinfektion der behaarten Haut sowie den Leistenpilz. Beim Leistenpilz hat sich der Hautpilz in der Leistenregion angesiedelt. Das Wachstum wird durch feuchtes, warmes „Klima“ begünstigt, welches dort herrscht. Fleckenförmige Rötungen bilden sich meistens an der Innenseite des Oberschenkels und dehnen sich dann von dort in die Leistengegend aus.

Wie werden Pilzerkrankungen auf den Menschen übertragen?

Pilze können sowohl die menschliche Haut als auch die Schleimhäute infizieren. Das Keratin der oberen Hautschicht ist beste Nahrung für die Pilze. Ebenso sind die Nägel als Ziel sehr beliebt. Schleimhäute wiederum sind begehrt von Hefepilzen der Candida-Gattung. Bleiben sie an der Oberfläche, sind sie gut zu bekämpfen. Gelangen Sie jedoch ins Blut, sind sie leider sehr schwer wieder loszuwerden. Sie können für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem eine tödliche Gefahr darstellen.

Beim Fußpilz erfolgt die Übertragung indirekt von Mensch zu Mensch. Durch Kontakt oder Schmierinfektion werden sie durch die Laufflächen übertragen, die bereits mit diesen Erregern infiziert sind. Auch durch infizierte Gegenstände oder direkt durch den Kontakt mit einem infizierten Körperteil einer anderen Person kann der Pilz übertragen werden.

Ist es schwierig, Pilzerkrankungen auf der Haut wieder loszuwerden?

Eine Pilzerkrankung geht meistens mit Juckreiz, geröteter Haut, Schuppen einher. Ein Pilz auf der Haut wird mit einem Antimykotikum topisch behandelt. Das kann in Form von Salbe, Creme, Spray oder Puder geschehen. Seit langer Zeit werden ätherische Öle als Heilmittel für innerlich und äußerlich eingesetzt. Es soll beruhigend wirken, schlaffördernd sein, ebenso krampflösend und antimikrobiell sein. Wissenschaftler in Portugal haben nun herausgefunden, dass Lavendelöl Hefe- und Fadenpilze abtötet. Diese können beim Menschen Haut- und Nagelpilzerkrankungen hervorrufen. Um den Pilz gar nicht erst zu bekommen, soll man zur Vorbeugung des Nagelpilzes z.B. Umkleideräume, Hotelteppiche, Schwimmbäder, Saunen meiden! Und wenn nicht: Badeschlappen tragen und die Zehenzwischenräume gut abtrocknen. Eine vollständige Heilung einer Pilzkrankheit kann bei Menschen mit einem intakten Immunsystem erwartet werden.