29 Aug

Depression kann jeden treffen

Depression ist heute kein Tabu mehr – und das ist auch gut so! In unserer Gesellschaft ist Gottseidank die Depression als lange Zeit Unerklärliches angekommen, aber was steckt genau hinter dieser inzwischen anerkannten Krankheit? Die starken Auswirkungen auf die daran Leidenden und auch ihr Umfeld ist noch in großem Umfang unbekannt. In ihrer extremsten Form kann diese Krankheit sogar tödlich verlaufen. Viele Patienten reden nicht nur oft vom Suizid – nein, sie praktizieren ihn auch, um dem Leben und Leiden ein Ende zu machen. Das Dasein scheint für sie nicht nur nicht mehr lebenswert zu sein – es ist ihnen auch lästig. Und keiner ist davor gefeit: Fast jeder fünfte Deutsche erkrankt einmal in seinem Leben daran. Betroffen sind davon auch Menschen, die uns stets als glücklich, zufrieden und erfolgreich erschienen sind. Es trifft den Mann oder die Frau von nebenan – aber auch sogenannte Promis, Stars, Adelige, Multimillionäre oder jemand der glaubt, immer der Stärkste zu sein. Männer – das sogenannte starke Geschlecht – leiden anders als das weibliche Pendant: Sie greifen wesentlich schneller zum Teufel Alkohol und sind eher zum – oft auch gewalttätigen – Suizid bereit. Angst zu versagen und oft auch fehlende Kommunikation am Arbeitsplatz sind häufige Gründe. Frauen haben bei dieser Krankheit eher weniger Antrieb, geben sich trüben Stimmungen hin und ziehen sich gänzlich von der eigentlich lebenswichtigen Gesellschaft zurück. Aber es gibt Hilfe!

Eine Depression kann man nicht so einfach an der Haustüre abgeben

Traumatische Erlebnisse aber auch genetisch bedingte Gründe verschiedener Schwere können die Neigungen zu leichten und auch schwereren Depressionen vielleicht erklären. Auch verschiedene – leichte und auch schwerere – Krankheiten, schwierige Lebenssituationen und ständiger Stress können dazu beitragen depressiv zu werden. Holen Sie sich professionelle Hilfe. Wenden Sie sich zunächst an Ihren behandelnden Hausarzt. Er wird Ihnen zuhören und Sie dann an einen Psychotherapeuten, Psychologen oder an eine anerkannte Klinik überweisen. Dort sind unterschiedliche Therapien gegen die Krankheit möglich. Oft wird die Einnahme von Psychopharmaka verordnet, aber auch gezielt verordneter Schlafentzug oder oft auch eine Lichttherapie und neuerdings eine Vitalstofftherapie sind mögliche Hilfen. Über eine Unterstützung durch digitale Therapie wird inzwischen auch nachgedacht. Wenn nötig, wird auch eine psychiatrische Behandlung empfohlen. Eine eventuelle Vorbeugung gegen jede Art von Depressionen ist nur schwer möglich. Auch eine Selbstdiagnose, ob es nur eine „depressive Stimmung“ sein könnte, ist schwer zu treffen. Vertrauen Sie sich einem kompetenten Arzt an!

Jegliche Art von Depression ist niemals eine Charakterschwäche

Sie sind nicht schuld an Ihrer Krankheit! Vertrauen Sie sich Ihrem Partner, guten Freunden und letztendlich dem Arzt Ihres Vertrauens an. Desto eher eine Behandlung beginnt, desto früher können Depressionen geheilt werden. Auch wenn Angehörige keine Therapeuten sind, können tiefe und persönliche Gespräche vor dem Beginn einer Therapie dem Patienten viel Mut machen.

Stehen Sie zu Ihren Schwächen, Ängsten und Zweifeln! Auch sind Erfolglosigkeit, Kommunikationsdefizite oder sogar eine falsche Ernährung oder unnormale Lebensführung nicht unbedingt Schuld an einer Depression. Werden Sie wieder selbstbewusst, schätzen Sie Ihr Können wieder richtig ein. Versuchen Sie mit Vertrauen mit professioneller Hilfe Ihre Krankheit zu besiegen! Und die Depression macht vor keinem Menschen halt: ob berühmt, erfolgreich oder mit viel Geld gesegnet!